Kommentare zur Pfalzreise 2019

Lieber Thomas,
ich danke Dir für die schöne und inspirierende Zeit des Zusammenseins mit so vielen politisch aufgeweckten Menschen aus allen Teilen Deutschlands von Nord bis Süd.
Mich hat besonders der Tag in Ludwigshafen in der Auseinandersetzung über Ernst Bloch berührt.
Weiterhin war es interessant -als Nordlicht- den Pälzer Dialekt so nah zu erfahren und auch mundartliche und politische Lieder einzuüben.
Das Elsass und die Nähe zu Frankreich waren ein weiterer Anziehungspunkt. Die lebendige Auseinandersetzung mit den Demokratiebewegungen heute und damals war einzigartig und sicherlich ein „Alleinstellungsmerkmal“ der von Dir organisierten Reisen.

Viele liebe Grüße
Maria

Lieber Thomas,
vielen Dank für die schöne Pfalzradreise 2019. Wieder so viele interessante Geschichten  über die Anfänge der Demokratie in der Südpfalz kennengelernt. Und wie immer ist der Wein dort sehr lecker und das Essen natürlich auch.
Besonders schön fand ich die Konzerte – 3 in einer Woche! –  die extra für uns organisiert waren. Es passte thematisch und regional bestens und hat vor allem die Gefühle angesprochen, einfach schön.

Liebe Grüße
Outi

Lieber Thomas,
die Radreise in die Pfalz und in unsere Geschichte war meine erste Erfahrung mit den Politischen Radreisen, auf die mich Maria aufmerksam gemacht hatte. Im Rückblick merkte ich erst richtig, wie vielfältig, lehrreich und genußvoll die Reise war, die Ihr Drei uns ermöglicht habt – immerhin, eine großen Gruppe von 25 nicht mehr ganz jungen Menschen.
Mir ist klar, dass Ihr nicht so ganz entspannt sein konntet, wie Ihr zu sein schient; um so mehr wundere ich mich darüber, dass alles so unkompliziert und entspannt verlief – und fürsorglich. Vielleicht waren wir auch eine besonders freundliche Gruppe…
Die Menschen, denen wir begegnet sind, und die uns aus ihrer Geschichten erzählt haben – und auch musiziert – sind mir sehr präsent geblieben – ich glaube, das liegt an der persönlichen Nähe, die möglich war – und das muss an Euch liegen.
Die Lage in der Welt – und in unserem Land – weckt in mir zunehmend das Bewusstsein, dass ich ganz persönlich gefragt bin, jeder einzelne, und dazu hat die Radreise für mich sehr beigetragen.
Vielen Dank dafür!
Herzliche Grüße aus Kassel
Doris

Besonders schön fand ich, dass wirklich versucht und geschafft wurde alle Teilnehmer „mitzunehmen“. Nach meiner Wahrnehmung sah das so aus, das Jede/Jeder angenommen wurde und zwar so wie er/sie ist. Im Gegenzug haben die Teilnehmer sich auch einmal „zurückgenommen“ wenn es erforderlich war.
Die Konzerte waren sensationell, speziell am letzten Abend: frohe Nachdenklichkeit von Bernd Köhler und vorher gutgelaunte Pfälzer Derbheit bei den Annonyme Giddarischde im Elmsteiner Tal.
Mein Highligt: Der Spaziergang am Rhein zum Thema Ernst Bloch. Die wunderbare Wechselwirkung zwischen dem freien Rezitieren aus Blochs Werk und Leben und dem ebenso freien Vortrag über die Zusammenhänge mit der Stadtgeschichte. Ich war im wahrsten Sinne beseelt und beginne jetzt mit „Das Prinzip Hoffnung“ zu lesen.
Und ja: mein persönliches „Abseilen von der Gruppe“ mit Besuch im französischen Supermarkt und im Pfälzer Hofladen hat mir gut getan! Sollte es eine Pfalzreise mit (teilweise) Selbstverköstigung geben: ich stelle mich für einen Abend zur Verfügung. Und ich will gerne etwas zum Thema „Trifels“ referieren: es gibt noch so viel aufzubereiten in der Pfalz…

Christoph Wuttke

Was hat uns gefallen?
1.1 Inhaltlich
Die Themen waren vielfältig und interessant. Auf den Spuren der Demokratieentwicklung wurde uns ein guter historischer Überblick verschafft.
Die Denkmalhistorie war für uns sehr neu und hat uns einen anderen Blickwinkel über die Funktion und Bedeutung von Denkmälern verschafft.
Der Ausflug nach Ludwigshafen mit den sozialen Brennpunkt und der Bloch-Reminiszenz war aufschlussreich, aber leider durch das schlechte Wetter anfänglich etwas getrübt.
Kritisch möchten wir anmerken, dass die Themenfülle zu überladen war. Es war eine Jubiläumsfahrt und Thomas wollte noch einmal alle Themen der letzten 10 Jahre Revue passieren lassen.
1.2 organisatorisch
Wieder ein gute Kombi für Körper, Geist und Seele. Die unterschiedlichen Radangebote waren sehr lobenswert. So konnte ein jeder entsprechend seiner technischen und körperlichen Möglichkeiten das für ihn passende Angebot aussuchen.
Jedoch empfehlen wir für künftige Pfalzfahrten, den Teilnehmern grundsätzlich zu empfehlen, bei Nutzung von konventionellen Fahrrädern wenigstens 21-Gänge-Räder zu benutzen. Unsere 8-Gänge waren für die Pfälzer-Hügel zu anstrengend.
Unterkünfte: grundsätzlich hat es sich sehr bewährt nur 2 feste Unterkünfte zu haben. Die erste Unterkunft war ob ihres historischen Charakters und dem sorgfältigen Umbau in seiner räumlichen Großzügigkeit sehr angenehm. Die vegetarische Bio-Ernährung rundete den positiven Gesamteindruck ab. Die 2te Unterkunft war volkstümlich, politisch korrekt und trotz in die Jahre gekommener Baulichkeit sehr gemütlich.
1.3 persönlich
Die Gruppe war sehr angenehm. Zusammensetzung, Charaktere, unterschiedliche Altersgruppen und gegenseitige Unterstüzung und Hilfsbereitschaft: alles sehr erfreulich. Gegenseitiger wertschätzender Respekt: was will man mehr. Ein Dank der aufmerksamen und quirligen Reiseleitung.
Sehr aufmunternd.
2 Was waren unsere Höhepunkte
Im Nachhinein haben uns die Begegnungen mit dem Museumsdirektor in Bad Bergzabern, Kurt Beck, die beiden Bürgermeistern aus Deutschland und Frankreich in Scheibenhardt, den Denkmalexperten Hans Raab und die Bloch-Referenten Klaus Becker (Archivar der Stadt Ludwigshafen) und Mathias Mayer ((Archivar im Ernst Bloch Zentrum) am Besten gefallen.
3 Was sollte verbessert werden?
Vermisst haben wir im Gegensatz zur ersten Tour, den Besuch von Weingütern. Auch sollte darüber nachgedacht werden, ob in der wenigen Zeit nicht ein wenig zu viel Kultur angeboten wurde: Montag, Dienstag und Samstag. (Bernd Köhler war der emotionale Höhepunkt!) Gefühlsmäßig blieb zu wenig gemütliches Beisammensein am Abend mit den Gruppenmitgliedern. Inhaltlich sollten die Themen gestrafft und fokussiert werden. Es war manchmal in der inhaltlichen Vielfalt zuviel.
4 Fazit
Es war eine schöne inspirierende Radfahrt mit vielen netten, gleichgesinnten Leuten. Danke schön!!!, Thomas und deinem Team
Inhaltlich hat sich mir (gL) schon die Frage aufgeworfen, ob der in der Pfalz begonnene demokratische Aufschwung mit seinem patriotischen Grundcharakter nicht auch viele reaktionäre elitäre Elemente in sich trug. Ist es daher verwegen, wenn sich die AfD diese Bewegung zu eigen macht?

Salut und noch einmal vielen Dank
Gerd & Hella

Besonders gut gefallen haben mir beide Unterbringungsorte – die Tatsache, dass es mit der Verpflegung manchmal nicht ganz rund lief, wurde mehr als wett gemacht durch das Wohnen in herrlicher und absolut ruhiger Natur!
Die Gruppe war ebenfalls – trotz der Größe – eine Bereicherung; sehr interessante, interessierte und aufgeschlossene Menschen mit einem guten Zusammenhalt!
Mein persönliches Highlight war das Hoffmann Hammer Trio und ihre selbstverständliche Bereitschaft, nochmals die Instrumente auszupacken, um mit uns gemeinsam zu vorgerückter Stunde zu singen! Auch die anderen Konzerte waren toll!
Beeindruckend war auch der Besuch in der „geteilten“ Gemeinde Scheibenhardt;  für mich als Übersetzerin und damit als Mensch, der naturgemäss an Fremdsprachen und Verständigung mit anderen Menschen interessiert ist, schier unfassbar, dass wohl demnächst in Stadtratssitzungen Dolmetscher gebraucht werden, da keiner – und bedauerlicherweise die Deutschen wohl noch weniger als die Franzosen – bereit ist, die Sprache des unmittelbaren Nachbarn zu lernen! 
Die Termin-Organisation war straff teilweise- aber da es nun mal Bildungsurlaub ist, ist klar, dass ja auch eine gewisse Anzahl an Veranstaltungen in der vorgegeben Zeit stattfinden muß hier ein ausdrücklicher Dank an Euch drei, dass Ihr immer flexibel ward, wenn es eben ging!
Zum Schluss ein Wort zum Thema Radfahren: es war schade, dass wir nicht zuletzt wegen des Wetters, so viel auf der Straße fahren mussten; auch war das Thema E-Bike und normales Fahrrad nicht immer einfach und hat so manchen arg gefordert denke ich! Aber da es eine tolle Gruppe war, haben wir es am Ende gemeistert!
In diesem Sinne: vielen Dank für alles und einen schönen, kuscheligen Herbst wünsche ich Dir! 
Conny

Hallo Thomas,
ja, was man nicht gleich anfasst, dass bleibt schnell liegen.
Ja was hat mich bewegt? Eine Menge, eine große Menge und das macht es schwer, prägnant zu antworten. Auf jeden Fall bleiben mir die Kriegerdenkmäler auf dem Schlachtfeld oberhalb von Wissembourg in besonderer Erinnerung: Angehörige, die Denkmäler der Gefallenen selbst finanzieren und in zeitlichem Abstand auch noch eine staatskonformere zweite Version aufstellen lassen.
Zu Quartier und Organisation wurde vor Ort das Notwendige gesagt. Ich habe noch mal über das Thema analoges Rad vs. E-Bike bei Gruppenfahrten nachgedacht und bin zu keiner Lösung gekommen. Eine noch so klare Ansage in der Ausschreibung dürfte subjektiv unterschiedlich verstanden werden. In einem Zeitungsartikel über Gruppenwanderung auf dem E5 (Obersdorf -> Meran) las ich, dass die Älteren häufig die sind, die bessere Kondition haben und ihre Kräfte besser einschätzen können …  Vermutlich hat sich das Thema in einigen Jahren erledigt, wenn fast alle elektrisch fahren.
Nach der Lektüre Deiner Slowakei-Broschüre: Es wäre gut gewesen, hätten wir den aufschlussreichen Text vor dem Besuch in Ludwigshafen gelesen. Da Du ja wohl alle Rechte am Text hast: Warum stellst Du ihn, ggf. ohne die Bilder, nicht auf die Webseite? Und, als ehemeliger Bibliotheksreferent fragend: Warum lieferst Du nicht zwei Exemplare an die Deutsche Nationalbibliothek ab?
Neuer Webauftritt: Fein, geht auch auf dem Handy (neudeutsch: responsive Webdesign)

Gruß
Jörn

Anmerkung von Thomas Handrich: Der Text steht bereits auf der Webseite und zwar hier und selbstverständlich werden die Pflichtexemplare an die Deutsche Nationalbibliothek abgegeben!