Hallo, schön, dass Sie da sind! Mit dem Fahrrad eine neue Region zu erkunden, die Schönheit ihrer Landschaften zu genießen und ihre Sehenswürdigkeiten zu bewundern, während man sich gleichzeitig mit ihrer Geschichte und ihren aktuellen Problemen beschäftigt, das ist der Grundgedanke unserer politischen Radreisen. Schauen sie sich unsere aktuellen Reisen an, oder stöbern Sie ein wenig im Archiv, um sich einen Eindruck unseres Angebotes zu machen. Wir freuen uns auf Sie!


Wir sind alle wohlbehalten von unserer zweiten Urwaldreise zurückgekommen. In wenigen Tagen gibt es auf dieser Seite eine Fotodoku unserer eifrigen Fotographen.
Die Naturbeobachtung im Urwald war auch bei dieser Reise einer der Höhepunkte. In dem Moment, in dem dieses Bild entsteht, erspähen wir, mit unserem Waldführer Adam Wajrak (pl.wikipedia.org/wiki/Adam_Wajrak) einen Specht im Wald bei Teremiski.

Liebe Radler*innen,

Die erste Reise in den Białowieża-Urwald hat stattgefunden und ich möchte Euch kurz aus meiner Sicht berichten, wie ich die Reise empfand. Ich warte auf schriftliche Rückmeldungen der Teilnehmenden, aber das dauert erfahrungsgemäß einige Tage.
Mir hat gefallen, dass das Programm sehr abwechslungsreich war und auch mir neue Einblicke gewährte. Wir waren 2 Mal auf Erkundungen im Urwald, jeweils mit Führer*in und in Kleingruppen (bis 5 Personen). Mir wurde noch bewusster, wie sich das Ökosystem Wald ohne Mensch auf perfekte Weise immer wieder erneuert, es braucht keine Waldpflege und schon wächst eine Humusschicht heran, die Wasser speichern kann und neues Leben ermöglicht. Gelernt habe ich von meiner Kollegin Olga, welch faszinierendes Biotop ein Moor darstellt; wir haben insgesamt 3 Moore besichtigt und uns ihre Besonderheiten erläutern lassen. Die große Geschichte aus dem Blickwinkel des Dorfes wahrzunehmen und – unerwartet – die jüdische Geschichte von der Wissenschaftlerin, die sie erstmalig erforscht hat, präsentiert zu bekommen, dass war Politische Radreisen vom Feinsten. Wir gingen von Haus zu Haus, lauschten ihren Erzählungen und endeten an dem Mahnmal, das von ihr im letzten Jahr (!) initiiert wurde. Gelernt habe ich auch, wie gegensätzlich die Entwicklung vor Ort ist. Junge, einheimische Menschen verlassen zum Studium oder mit Arbeitsbeginn die Region, zugleich beginnen kosmopolitisch geprägte und umweltbewusste Großstädter*innen sich anzusiedeln. 3 Mal waren wir an verschiedenen Stellen am Grenzzaun. Olga berichtete von der Situation in Belarus, die sich jetzt unmittelbar vor den Wahlen am 9.8. zuspitzt. Wir bekamen von ihr Einblicke in den lebensbedrohlichen Alltag einer Aktivistin in Belarus. Ich bewundere ihren Mut, ihre strategische Weitsicht und ihr Beharrungsvermögen, sich für eine ökologische und demokratische Zukunft in ihrem Land einzusetzen.

Liebe Grüße
Euer Thomas

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In diesen besonderen Zeiten zeigen sich viele Stärken aber auch Schwächen der Welt in der wir leben. Mich erreichte gerade ein Interview, das unsere Gastgeber*innen bei unseren politischen Radreisen in der Slowakei, Frantiska Ondrasikova und Julius Pecha,  unserem Partner, der Stiftung „Die Erste“ aus Wien kürzlich gegeben haben.
Die antiziganistische Haltung der neu gewählten slowakischen Regierung zeigt sich gerade in der Entscheidung, die Armee zur Corona-Testung in die Roma-Dörfer zu schicken. „Warum diese Sonderbehandlung?“, fragt mein Leitungskollege mehrerer politischer Radreisen in die Slowakei, Julius Pecha und fühlt sich dabei an die Sonderbehandlungen in der Zeit des Nationalsozialismus in der Slowakei erinnert.
Den Artikel mit dem Interview (leider nur in englisch) findet ihr hier:
Vera Lackova, Current situation of Eastern Slovakia Roma settlements in the time of coronavirus

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Allen, die sich für unsere Radreise durch den polnischen und belarussischen Białowieża-Urwald interessieren, empfehlen wie nachfolgenden Artikel des Guardian vom 6. März dieses Jahres:
Phoebe Weston, The race to save Polesia, Europe’s secret Amazon – A proposed waterway linking the Black Sea and the Baltic has sparked fears of catastrophic biodiversity loss – and raised the spectre of Chernobyl
Er setzt sich ausführlich mit dem geplanten europäischen Wasserweg E40, der die Ostsee mit dem Schwarzen Meer verbinden soll und dem damit verbundenen Eingriff in die Moorlandschaften Polesiens auseinander. Die Umweltschützer von Bahna, einer nichtstaatlichen Naturschutzorganisation, sind Partner unserer Reise und werden uns ausführlich über die Bedeutung der Moore und Feuchtgebiete und ihren Kampf zur Rettung dieser einzigartigen Landschaft berichten.
Die Reise findet vom 11.07. bis zum 17.07. und vom 29.08. bis zum 04.09 statt.
Alle weiteren Informationen findet Ihr hier.

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Radreisen 2020

„Eigentlich wolltest Du in 2020 ein Pausenjahr bei Deinen Radreisen einlegen“.

Daran erinnerte mich kürzlich meine Frau, als sie mich beim Planen der Reisen für das kommende Jahr beobachtete.
Vier Dinge haben mich umgestimmt. Die positiven Rückmeldungen von Teilnehmer*innen bei den diesjährigen Reisen, die Lust und Neugier auf das Recherchieren, Planen und Durchführen kommender Reisen, eine gelungene Work-Life-Balance in diesem Jahr, sowie ein Blick auf das Bankkonto.
Ich freue mich, Euch/Ihnen mein neues Reiseprogramm für das Jahr 2020 anbieten zu dürfen. Bei Interesse schicke ich gerne weitere Informationen zur ausgewählten Reise zu.


Radreisen in die Heimat der slowakischen Roma

Liebe Interessierte an meinen Slowakeireisen nach Kosice und in die Heimat der slowakischen Roma,
wer mich bzw. Politische Radreisen seit Längerem verfolgt, weiß, wie wichtig mir die Unterstützung ausgegrenzter Gruppen in unseren Gesellschaften ist. So macht politische Radreisen zum Beispiel seit Jahren Station im sogenannten sozialen Brennpunkt Flurstrasse in Ludwigshafen- Mundenheim.
Seit 10 Jahren engagiere ich mich als Unterstützer für Community-Empowerment in ostslowakischen Dörfern. Zuletzt habe ich ein in drei Sprachen übersetztes Büchlein unter dem Titel: „So wird Inklusion gemacht“ veröffentlicht. Hier beschreibe ich, welche großen Fortschritte die Menschen vor Ort erreichen können, wenn Sie – gut koordiniert – selbständig nach ihren eigenen Bedürfnissen Projekte zur Verbesserung ihres Lebens angehen. Eine vorzeigbare positive Erfahrung – nur – es stößt bei uns auf zu wenig Interesse.
Nach geringer Nachfrage in den letzten Jahren plane ich derzeit keine frei ausgeschriebenen Bildungsreisen in die Ostslowakei.
Allerdings bin ich gerne bereit, wenn sich einen Gruppe findet, diese in die Slowakei (nach Kosice und in die Heimat der Roma) zu begleiten. Die Eindrücke sind bestimmt ähnlich intensiv wie in den vergangenen Jahren.


Ab sofort findet Ihr uns auch auf Facebook, wo wir regelmäßig
über aktuelle Aktivitäten berichten werden.
https://www.facebook.com/Politische-Radreisen-109331780462810/