Pfalzreise 2011

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Aufstand und Rebellion in der Pfalz – eine politische Bildungsreise in ein verschüttetes Kapitel deutscher Demokratiegeschichte

Vom 25.9.2011 – 1.10.2011

Die Pfalz entdecken – eine politische Radtour in ein vergessenes Kapitel deutscher Demokratiegeschichte
Mit Thomas Handrich, Politikwissenschaftler, Referent Politische Bildung

Die französische Revolution ist in Deutschland kaum irgendwo so sehr begrüßt worden wie in der Pfalz. Bereits kurz nach der Revolution gründeten sich Jakobinerclubs, wurden Freiheitsbäume errichtet und mehrere Dörfer riefen kurzerhand eine Republik nach französischem Vorbild aus. Dies geschah Jahrzehnte vor dem Hambacher Fest 1832 und dem Pfälzer Aufstand 1849.

Ich möchte Sie einladen zu einer Zeitreise in ein vergessenes Kapitel deutscher Demokratiegeschichte. Die Radreise beginnt in Mannheim und führt uns entlang der Rheinauen zunächst in die Domstadt Speyer, bevor wir uns in Richtung Weinstrasse und Pfälzer Wald begeben. Historiker, Ortschronisten und geschichtskundige Bürger werden uns ihre Geschichte von Unterdrückung und Freiheitswillen zu Beginn des 19 Jahrhunderts erzählen. Das berühmte Hambacher Fest von 1832 konnte nur hier, wo die demokratische Opposition am stärksten war, stattfinden.

Ähnlich der Tausenden von Teilnehmern am Hambacher Fest werden auch wir ein wenig eintauchen in ein weinreiches und weinseliges Land, die Eß-, Trink- und Gesangskultur kennen lernen, einige Burgen (zu Fuße) erklimmen und die schönen Landschaften genießen.

Leistungen: 6 Übernachtungen inkl. Frühstück, Organisation der Unterkunft und des Programmes, Reiseleitung inklusive politisches und kulturelles Bildungsprogramm.

Programm

Sonntag, den 25.09.2011

Mannheim: Begrüßung und Entgegennahme der Räder.
Radfahrt entlang des Rheins nach Altrip, erste historische Infos und Geschichten zum Thema, Überfahrt über den Rhein mit der Fähre.
Altrip: Schiller – Gedichtspassagen aus dem deutschen Sturm und Drang, kurz vor der französischen Revolution (präsentiert von Karl Heinz Handrich).

Montag, den 26.09.2011

Altrip: Vorstellung der Idee, des Konzeptes und der Reisestrecke. Programmvorstellung
Thomas Handrich/Bodo Zeuner u.a.
Kurzer Überblick über die gesellschaftliche und politische Situation am Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich und Deutschland, Überblick: Auswirkungen der französischen Revolution in der Pfalz (1789 – 1805).
Abfahrt nach Speyer.
Speyer: Kurze Infos zur Geschichte Speyers, Besichtigung des Domes, Weiterfahrt nach Nußdorf. Nußdorf: Gemütlicher Ausklang im Weingut.

Dienstag, den 27.09.2011

Nußdorf: „Vom Bauernkrieg zur „Revolution in der Provinz“ – Führung durch Nußdorf, dem Dorf des ersten freigewählten Bürgermeisters und durch das Bauernkriegsmuseum mit dem Geschichtswissenschaftler Ralf Übel.
Fahrt nach Landau.
Landau: Michael Martin, Historiker/Stadtarchivar Landau & Rolf Übel, Historiker/Stadtarchivar Bad Bergzabern: „Die französische Revolution in der Provinz“. Besuch im Stadtarchiv und Führung durch Landau.
Nußdorf: Freiheitslieder mit Liedermacher Ulli Valnion im Weingut.

Mittwoch, der 28.9.2011

Nußdorf: „Die Pfalz zwischen 1795 und 1832“ – Einführung in die Vorgeschichte des Hambacher Festes (Thomas Handrich)
Abfahrt zum Hambacher Schloss: Geschichten von TeilnehmerInnen des Hambacher Festes. Kurzer Stopp im Weingut Klein, Hainfeld.
Neustadt/Str. Hambach: Aufstieg zum Hambacher Schloss. Besichtigung des Schlosses, der Ausstellung
Leitfragen:

  1. Was hat mich am meisten interessiert?
  2. Was sind für mich die Kernbotschaften der Ausstellung?
  3. Was habe ich vermisst?

Weinprobe mit Vesper im Garten des Weingutes Schäffer

Donnerstag, den 29.09.2011

Nußdorf: Auswertung des Besuches der Ausstellung im Hambacher Schloss
Abfahrt Richtung Dahn in mehreren Gruppen:

  • „Gemütliche Radler“
    Fahrt nach Annweiler am Trifels; anschließend Weiterfahrt entlang der Queich oder Zugfahrt nach Hinterweidenthal, von dort Radweg zur Hütte des Pfälzerwaldvereins Dahn im „Schneiderfeld“.
  • „Gebirgsradler“
    Fahrt durch das Modenbachtal, über einen Paß (400 m) nach Ramberg. Weiterfahrt über Annweiler, Sarnstall, Lug, Schwanheim, Wanderheim Dicke Eiche (450 m), Erfweiler zur Hütte des Pfälzerwaldvereins bei Dahn.

Pfälzerwaldhütte im Schneiderfeld (bei Dahn): Die Geschichte vom Badischen Aufstand 1848/49 (Anton Kobel).
Anschließend Diskussion: Zentrale Fragen. Zur Geschichte der Aufstandsbewegung: Bedeutung von Internationalismus, Patriotismus und Nationalismus. Bedeutung von Symbolen (Fahnen, etc.) für eine gesellschaftliche Bewegung

Freitag, den 30.09.2011

Pfälzerwaldhütte im Schneiderfeld (bei Dahn): Rückblick/Ausblick, Austausch in Arbeitsgruppen, Anschließend kurze Präsentation der Ergebnisse und „Der Pfälzer Aufstand von 1849 im Kurz-Überblick“ (Thomas Handrich).
Radtour zur Burg Altdahn, Besichtigung.
Geführte Felsenwanderung rund um Dahn (mit Josef Zimmer).
(fakultativ : Besuch des Bundesligaspiels FCK- Stuttgart auf dem Betze)

Samstag, den 1.10.2011

Pfälzerwaldhütte im Schneiderfeld (bei Dahn): Auswertung der Reise
Mit dem Rad entlang der Lauter nach Wissembourg, Frankreich.
Wissembourg: Kurze Führung durch die mittelalterliche Stadt.
Abschied nehmen am Bahnhof Wissembourg (ggf. Abgabe der Räder in Wissembourg)

Bildergalerie

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Rückblick

Rückmeldungen der Teilnehmer

  • “Für mich war es eine Auffrischung / Erinnerung an geschichtsträchtige Ereignisse, die eine nicht unwesentliche Rolle zur Bildung eines deutschen Staates gespielt haben und…ich war beeindruckt von der landschaftlichen Vielfalt dieser Region und genoß den Rebensaft der heimischen Winzer.”
    (Burkhard)
  • “Wer die Pfalz mit deren Geschichte, Landschaften, Weinen, Saumagen und Leberknödel nur mit Altkanzler Kohl in Verbindung bringt, ist ein armer Tropf!
    Wir hatten das Privileg, diese Region per Rad von ihrer interessantesten und einer ihrer schönsten Seiten entdecken zu dürfen, was mich immer noch mit Dank erfüllt. Die Weinberge sind per Rad zwar nicht ohne, aber wer den optimalen Sonnenstrahleneinfallwinkel dem Wein (und sich selber) gönnen möchte, muss dafür auch bereit sein, in die Pedalen zu treten. Ein paar mehr lebende/lebendige Widerständler (im positiven Sinne) täten der Pfalz bestimmt gut! Weiter so!”
    (Karin)
  • “Die Radtour durch die Pfalz war wieder ein ‘Rundumgutpaket’ ,sehr gut organisiert, spannendes Thema, abwechslungsreiche Landschaft, nette Teilnehmer.”
    (Sabine)
  • “Gerne denke ich an die schöne und interessante Reise in die Pfalz zurück. Hiermit möchte ich mich nochmals bedanken und freue mich jetzt schon auf die nächste Tour. Herzliche Grüße.”
    (Rita)

 

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