*Ostslovakeireise 2012

Zwischen Lethargie und Aufbruch, Resignation und Selbstorganisation:
Eine politische Radreise in die Heimat der Roma in der Ostslowakei.

Vom 12.5.2012 – 19.5.2012
(Abreise Samstag nachmittags, Rückkehr Samstagabend)

Mit Thomas Handrich, Politikwissenschaftler, Berlin, u.a. Berater beim Aufbau von Gemeinwesenarbeit in Romadörfern in der Ostslowakei[1]

Ich möchte Sie zu einer Reise in die Heimat der slowakischen Roma einladen: Sie leben inmitten einer wunderschönen Landschaft zwischen slowakischem Paradies und Vogelschutzgebieten, alten Burgen und historischen Städten und einem noch aktiven Geysir zumeist auf dem Lande, weitgehend gettoisiert und isoliert von der Mehrheitsbevölkerung.

Was charakterisiert ihren gesellschaftlichen Alltag heute? Worin unterscheiden sich die verschiedenen Romagruppen untereinander? Wie sehen die Mechanismen ihrer Ausgrenzung aus? Wie verhält sich die Mehrheitsgesellschaft? Dazu werden wir PolitikerInnen, BürgermeisterInnen sowie JournalistInnen, jeweils Roma und Nichtroma, befragen.

Als Gast einer Gruppe von GemeinwesenarbeiterInnen und von jungen AktivistInnen, die vor Ort die Lebensbedingungen in ihren, überwiegend von Roma bewohnten Gemeinden verbessern möchten, werden wir erste Erfahrungen und Erfolge von Selbstorganisation kennenlernen. Ebnet dieser oder ähnliche Ansätze von Community Development ein Weg in Richtung Inklusion der Roma nicht nur in der Slowakei?

Abschließend werden wir uns fragen, warum – nicht nur in der Slowakei – die europäischen Gesellschaften bislang außerstande sind, ihre größte Minderheit zu integrieren?

Geradelt wird gemütlich auf wenig befahrenen Straßen mit wenig Steigungen, insgesamt höchstens 35 km/Tag; aber auch mit Optionen für die sportlichen RadlerInnen, sich u.a. auf Gebirgsetappen zu begeben.

Leistungen: An- und Abreise ab Berlin im Zug mit Schlafwagen, Transport der mitgebrachten Räder im Begleitwagen oder Zug, 6 Übernachtungen inkl. Halbpension, Unterkunft und Programm, Reiseleitung inklusive politisches und kulturelles Bildungsprogramm, ggf. Sprachmittlung
Kosten: 800.- Euro (für Einkommensschwächere nach Rücksprache auch günstiger, inklusive 50.- Euro für ein Dorfprojekt der jungen AktivistInnen)

Voranmeldung und Rückfragen: Thomashandrich1 [at] aol [pünktchen] com

 

 

 

Pfalz 12

Aufstand und Rebellion in der Pfalz – eine politische Radreise in ein verborgenes Kapitel deutscher Demokratiegeschichte

Vom 22.9.2012 – 29.9.2012

Mit Thomas Handrich, Politikwissenschaftler, Referent Politische Bildung

Ich möchte Sie einladen zu einer Zeitreise in ein verborgenes Kapitel deutscher Demokratiegeschichte. Die Radreise beginnt nicht zufällig an der Weinstraße, Wein und Freiheitsbegehren waren und sind hier eng miteinander verbandelt.

Unser Weg führt die Weinberge entlang nach Landau, Bad Bergzabern und zum Hambacher Schloss, bevor wir durch den Pfälzer Wald ins Dahner Felsenland radeln.

Wir werden uns zunächst mit den Auswirkungen der Französischen Revolution in der Pfalz befassen. Diese wurde keineswegs nur abgelehnt. Kurz nach der Revolution befreiten sich Dörfer von feudalen Zwängen, rund um Bergzabern wurde kurzerhand eine Republik nach französischem Vorbild ausgerufen. Wenige Jahrzehnte später ereignete sich das berühmte Hambacher Fest. Es konnte nur hier, wo die demokratische Opposition am Stärksten war, stattfinden. Und auch 1849 war die Region, mit Kaiserslautern als Zentrum, Hauptstadt des Pfälzischen Aufstandes zur Verteidigung der ersten demokratischen Verfassung in Deutschland.

Historiker, Ortschronisten und geschichtskundige Bürger werden uns ihre Geschichte von Unterdrückung und Freiheitswillen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erzählen.

Was ist aktuell geblieben vom damaligen Streben nach Freiheit, Gerechtigkeit und Selbständigkeit, wo lassen sich Parallelen finden zur heutigen Situation und zu unserem Verhalten in den gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen? Doch nicht nur der Geist soll während der politischen Radreise angesprochen werden.
Ähnlich den Tausenden von TeilnehmerInnen am Hambacher Fest werden auch wir ein wenig eintauchen in die weinreiche und weinselige Pfalz, die Ess-, Trink- und Gesangskultur kennen lernen, einige Burgen (zu Fuße) erklimmen und die schönen Landschaften genießen.
Geradelt wird gemütlich mit wenig Steigungen, insgesamt höchstens 40 km/Tag; aber auch mit Optionen für die sportlichen RadlerInnen, sich u.a. auf Gebirgsetappen zu begeben.

Leistungen: 7 Übernachtungen inkl. Frühstück, Reiseleitung inklusive politisches und kulturelles Bildungsprogramm, ggf. Organisation der Radausleihe.
Kosten: 660.- Euro (für Einkommensschwächere nach Rücksprache günstiger)

Voranmeldung und Rückfragen per Mail an Thomashandrich1 [at] aol [pünktchen] com

Programm-Überblick (Stand: 5.9.2012)

Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • Thomas Handrich hat die Fähigkeit seine Bildungsreisen lebendig und alle Sinne ansprechend zu gestalten. Gerade noch bist du ergriffen und erschöpft von der Radtour durch die herrliche Landschaft, da hältst du schon voller Freude und Stolz die Original-Berichte der Freiheitskämpfer in der Hand. Und kann es ein aktuelleres Thema geben: Während die Aufständischen früher gegen feudale Ordnung aufbegehrten, müssen wir heute auch wieder um das Primat der Demokratie gegenüber den Finanzmärkten kämpfen.
    (Werner)
  • Bei der Pfalzreise 2012 hatten wir thematisch eine Luxusverpflegung mit dem absoluten Spezialisten für das Thema, Hellmut G. Haasis, der uns gerne an seinem Wissensschatz teilhaben lies.
    Auch der Austausch mit den Stadtarchivaren in Landau, Wissembourg, Kaiserslautern und Bad Bergzabern vor Ort brachten nicht nur alle gewünschten Fakten sondern auch viele Einblicke in persönliche Geschichten der Einwohner in den Revolutionszeiten.
    Die beiden Unterkünfte waren sehr gut gewählt, ohne überflüssigen Luxus, mit leckerem Essen und engagierter persönlicher Betreuung.
    Thomas Handrich ist es gelungen, mit fester Hand und viel Herz aus den Persönlichkeiten eine Gruppe zu formen.
    Für mich eine rundum gelungene Bildungsreise. Mein herzlicher Dank dafür an den Organisator!
    (Joachim)
  • Gefallen haben mir:
    die vielen Weintrauben am Radweg, die Nussbäume im Garten hinter dem Hotel, die Landschaft vor dem aufsteigenden Wald, von den Orten und Begegnungen besonders Weißenburg/Wissembourg – und dort eine altertümliche, typisch elsässische Brasserie.
    (Hellmut)
  • Ich habe mit Thomas Handrich 2012 zwei Radreisen gemacht: Die Tour zu den Roma in der Ostslowakei und die Pfalzreise. Die Touren sind sehr unterschiedlich und haben zugleich viel Gemeinsames: Ich habe jede Landschaft mit ihren Besonderheiten kennengelernt und eine tolle Zeit mit interessanten Menschen verbracht.
    (Ronald)
  • An der Pfalzreise mit Thomas Handrich hat mir gefallen, dass er mir meine Heimat, die wechselhafte Geschichte und die regionalen Besonderheiten auf eine mir neue Art vermitteln und mich in vielerlei Hinsicht beeindrucken konnte. Die Radreisen wie auch die Lehreinheiten sind gut vorbereitet und bereichernd. Sein gutes Gespür für die Reisegruppe sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Tolle Orte, gutes Essen und Erkenntnisse sind garantiert. Gutes Wetter ist ein willkommener Bonus, aber gar nicht so wichtig.
    (Oliver)
  • Die Reise in die Pfalz ist mir in sehr guter Erinnerung. Sie war ein Highlight für mich im vergangenen Jahr, an welches ich oft und gerne zurück denke.
    Die politische Pfalzreise mit Thomas Handrich ist eine aufregende Symbiose zwischen politischer Bildung mit Diskurs, kulturgeographischem Erleben einer modernen und attraktiven Weinregion und sportlicher Aktivität auf Spaßniveau, und das alles in einer freundlichen und entspannten Atmosphäre, immer in Reichweite eines guten Tropfens. Konzept und Umsetzung stimmen. Diese Cuvée ist einzigartig und kann in vollen Zügen genossen werden!
    (Hasso)
  • An der Reise hat mir gefallen, dass ich als ehemaliger Weltradler und als einziger Niederländer das Vergnügen und die Ehre hatte mit deutschen Radfahrern unter freundlicher und gebildeter Begleitung von Thomas Handrich durch die Pfalz zu radeln. Für die Qualität der Organisation kann ich nur meinen Hut ziehen. Beim Vorwärts fahren mit dem Rad hatte ich die Gelegenheit zurück zu blicken auf die Prinzipien der Grundrechte von 1848 und die Idee des allgemeinen Willens von Rousseau (La volonté générale) und auf das Widerstandsrecht bei Unterdrückung, welches in der französisch-amerikanischen Menschenrechtserklärung von Marquis de Lafayette von 1789 festgehalten wurde.
    (Robert)
  • Mir hat gefallen, dass der Reiseleiter immer für die Teilnehmer ansprechbar ist, umgekehrt aber jeder die Möglichkeit hat, sich aus der Gruppe herauszuziehen.
    (Christoph)
  • An der Pfalzreise mit Thomas Handrich hat mir gefallen das Radfahren durch die wunderschöne Natur der Pfalz, Weintrauben essen, so viel man will, Saumagen essen und das man nebenbei über die Geschichte der Pfalz und ihre Aufstände erfährt.
    (Jana)
  • Ich war zum ersten Mal in meinem Leben in der Pfalz und habe mir fest vorgenommen, wiederzukommen, denn auf der Politischen Radtour gab es wirklich viel zu sehen und zu hören. Die Landschaft ist sehr vielfältig: Berge, Wälder, Weinberge, mittelalterliche Städtchen – alles da.
    Ich fand es auch toll, dass man, je nachdem, wie fit man als Radfahrer war, selbst bestimmen konnte, welche Strecke man fährt oder ob man lieber den Zug nimmt, so dass die Tour auch für weniger geübte Radler( wie z.B. ich es bin) hervorragend geeignet ist.
    Und last not least muss auch das politische und kulturelle Rahmenprogramm lobend erwähnt werden. Ich habe nicht nur viel Interessantes aus der ‘Revolutionszeit’ der Pfalz erfahren; es gab auch Liederabende, Weinproben, Grillabende…
    Ich würde jederzeit wieder mitradeln (und werde es vielleicht in diesem Sommer auch wieder tun).
    (Sabine)

 

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