Pfalzreise 2012: Tag 3

“In Städten mit Häfen haben die Menschen noch Hoffnung”
(Bernd Begemann)

Fernab der Rheinschanze oder fernab von Wörth, fernab der Brücken und Häfen nimmt der dritte Tag der Radreise durch die Pfalz seinen Anfang. Erneuter Ausgangspunkt ist Rhodt. Von dem malerisch an der Weinstraße gelegenen Ort geht es – für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – per Rad nach Nussdorf. Hier amtierte der erste Bürgermeister nach einer freien Bürgermeisterwahl auf deutschem Boden. Das ist nur ein Details, das 16 Reisende aufschnappen und mitnehmen.

Pfalzreise 2012: Tag 3

Die Zeit der französischen Revolution hinterließ nicht nur in an Häuser befestigte Schilder ihre Spuren. Rolf Übel, der in Nussdorf erneut die ausgeschlafene und aufgeschlossene Gruppe begrüßte, erklärte die Hintergründe und Begebenheiten dieser Epoche. Leider bleibt nur wenig Zeit um die bewegte Geschichte des Dorfes in all ihren Facetten widerzugeben, aber es wurden genug Anknüpfungspunkte gesetzt, an denen die Teilnehmer später einmal vielleicht auch auf eigene Faust anknüpfen können.

Pfalzreise 2012: Tag 3

Anschließend trennten sich die Wege der Gruppe. Die sportlich ambitionierten nahmen direkt Kurs in Richtung Bad Bergzabern. Die anderen – möglicherweise nur in diesem Moment bequemeren – nahmen die Abkürzung per Rad über Landau und von dort per Bahn nach Bad Bergzabern. Bergzabern, bzw. die Bürger von Bergzabern schlossen sich vor mehr als 150 Jahren der französischen Republik an. Manch ein Pfälzer oder manche Pfälzerin mag hier stutzen ob der Frotzeleien. Aber angesichts der demokratischen Ideen und Verheißungen, erschien es den Bergzabenern nur recht, den Anschluss in Frankreich zu suchen.
Spuren aus dieser Zeit findet man kaum noch. Ein Stadtmuseum zeigt historische Fahnen, Schriften und Bilder. Die Resonanz der Einheimischen hält sich leider in Grenzen. Warum eigentlich?!

Pfalzreise 2012: Tag 3

Nach einer Mittagspause regten Rolf Übel und Hellmut G. Haasis zu weiteren Gedanken rund um die Bergzaberner Republik zunächst im Stadtmuseum und später auch im Schloss an.

Anschließend nahmen die “Bergradler” erneut den beschwerlichen und höhenmeterreichen Weg auf sich. Die anderen bevorzugten den Zug. Von Landau ging es aber auch für die bequemere Fraktion zurück per Rad über die Dörfer. Mit knapp 15 Kilometer blieb man aber weit hinter den ambitionierteren zurück. Die politische Radreise bietet eben Platz und Möglichkeiten für ganz sportliche bis hin zu weniger sportlichen. Während die sportlichen von den schönen Ausblicken in Richtung Rheinebene schwärmten, kamen die anderen in den Genuss der pfälzer Gastfreundschaft.

Pfalzreise 2012: Tag 3

Während man im Dorf auf die langsameren Teilnehmer wartete, lud ein Winzer in der Nähe zum Bitzler und erzählte den gespannt zuhörenden aus dem Leben und zum Arbeitsalltag. Auch der Weinbau kennt inzwischen “Just in Time” und Prozesse, die eine Lagerung der Weine nahezu wegoptimiert haben.

In Rhodt endete der dritte Tag. In der Straußwirtschaft “Bei Traudel und Fritz”, wie der Thereseniehof in der Theresienstraße gelegen, stärkten sich die Teilnehmerinnen mit pfälzer Spezialitäten, wie z.B. den Pfälzer Teller und labten sich am Wein. Wir machten einen großen Bogen um die Häfen der Region. Doch wir streiften auch fernab dieser Plätze zahlreiche Ereignisse oder Geschichten, deren Hoffnung bis in das “Heute” reicht.

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