Auf eine Rieslingschorle mit Ronald

Nachdem wir aus Bad Bergazabern zurückgekehrt waren, trafen wir uns bei Traudel und Fritz, einer Straußwirtschaft in Rhodt, die sehr zu empfehlen ist. Bei Wein und Saumagen folgte das zweite Interview mit Ronald Pabst.

Du bist heute die sportliche Etappe mitgefahren. Was war besonders schön an dieser Etappe?

Ronald: Die Höhenmeter. Die sportliche Etappe war ja für Bergradler – das Schöne an solchen Etappen ist der Ausblick, heute auf das Rheintal. Der war einfach toll und natürlich verdient.

Würdest Du sagen, die Teilnahme an der Reise  hat sich jetzt schon allein wegen dieser Tour gelohnt?

Diese Reise lohnt sich vor allem, weil sie von Thomas Handrich organisiert wird. Wir sehen richtig viel, erleben die Kultur des Landes und gestern gab es eine sehr gute Veranstaltung über die Revolution in der Pfalz. Radrouten wie heute sind dann ein weiterer Bonus.

Was erwartest Du noch von der Radreise?

Von der Radreise erwarte ich auf jeden Fall, dass wir uns noch intensiv damit beschäftigen, was hier in der Pfalz bei der Revolution los war: In den Jahren um 1789 und 1848 war hier ja einer der Schwerpunkte.
Mich berührt das sehr, da ich seit 10 Jahren für den Verein “Mehr Demokratie” arbeite. Und genau an diesen Orten hier waren ersten Leute, die sich in Deutschland für die Demokratie einsetzen. Sie hatten natürlich eine ganz andere Motivation als wir heute: die soziale Not was unglaublich groß. Und die Menschen damals haben ein großes Risiko gehabt. Wer sich da für die Demokratie engagiert hat und sein bürgerliches Leben verlassen hat, konnte vor einem Erschießungskommando landen. Das finde ich echt sehr, sehr mutig.

… inzwischen sind drei Monate vergangen. Viel ist seitdem passiert. Ich möchte gerne noch folgendes wissen: Was hast Du von der Reise mitgenommen?

Ein schwere Gepäck habe ich: Ich würde  sehr gerne mit Thomas Handrich eine Reise für die Mitglieder unseres Vereins organisieren. Ich bin mir sicher, dass dies für unser Mitgliedern ein großartiges Angebot wäre – leider fehlt mir aber im Moment schlicht die Zeit, um diese Idee umzusetzen.
Aber auf jeden Fall habe ich einen Einblick in die Pfälzer Kultur bekommen – sowohl in die Geschichte, wie auch in das aktuelle Leben. Und außerdem macht es einfach Spaß, mit politischen Radreisenden auf Achse zu sein.

Hintergrund: Dieses Interview sollte eigentlich im Rahmen der Pfalzreise 2012 erscheinen. Wie sich aber schnell herausstellte, blieb nach den Interviews – verteilt auf sechs Tage der Reise – nicht die Zeit für das Abtippen und Online-stellen. Nach der Tour holte mich der Alltag ein und die Texte ruhten zunächst als Audio-Datei und dann als Textdokument. Die Unmittelbarkeit der Situation und die quasi ungefilterte Wiedergabe von Eindrücken der Teilnehmer (Teilnehmerinnen bleiben von den Interviews verschont) ist damit natürlich hinfällig. Doch so gibt ersatzweise die Gelegenheit noch einmal nachzufragen.

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2 Gedanken zu „Auf eine Rieslingschorle mit Ronald

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